Rückblick aufs Jahr 2008

December 31st, 2008 von maphry

Das Jahr 2008 neigt sich am heutigen Tage dem Ende, und so will ich noch einmal ein wenig zurückschauen auf das selbige. So will ich in ein paar Kategorien die Sieger küren, welche wohl am heftigsten die Politische Entwicklung in diesem Jahr geprägt haben und sich so, mehr oder wneiger verdient gemacht haben.

Gewinner des Jahres (international): Barack Obama

Ja, zweifelsohne, Barack Obama hat die Medien dominiert, dessen Krönung am 4. November im finalen Wahlerfolg gegen John McCain stattfand. Noch zu beginn des jahres haben es ihm nur wenige zugetraut, damals stand noch der Wahlkampf gegen Hillary Clinton im Mittelpunkt. Als erster Schwarzamerikaner wird er nun am 20. Januar im kommenden Jahr als Präsident der USA vereidigt werden. Die Hoffnungen sind gross, zumal er ein weitesgehend demokratisch Nominiertes Haus hinter sich weiss. In Erinnerung wird der Wahlkampf dieses Jahr bleiben, welcher neue Massstäbe gesetzt hat, und wohl vielfach kopiert werden wird in der nächsten Zeit.

Verlierer des Jahres (international): Christoph Blocher

Abgewählt wurde er schon das Jahr zuvor, aber seine viel beschworene Rache verkam zur Luftnummer. Von einer starken Opposition seiner SVP war nichts zu sehen, und so gab man sich kleinlaut wieder in die Riege des Bundesrats zurück, wo man es schwer hatte den Ersatzkandidat für Blocher überhaupt durch zu bekommen. Dennoch liess man es sich nicht nehmen Blocher noch einmal aufzustellen, aber als Drohfigur eignete auch er sich nicht wirklich. Die Zukunft wird zeigen, ob sich die SVP endlich von ihrem Patriachen emanzipieren kann, aber die Bedeutung, die ihm einst zukam, ist endgültig dahin. Er hat die Schweizer Politik revolutioniert, aber ist nun das Opfer seiner eigenen Revolutionen geworden.

Gewinner des Jahres (national): Roland Koch

Wer hätte ihm dieses Durchhaltevermögen zugetraut. Zu beginn des Jahres musste er grosse Verluste  bei den Landtagswahlen in Hessen in Kauf nehmen, um sich dann jedoch als geschäftsführender Ministerpräsident zu halten. Beim Versuch ihn von diesem Posten durch die SPD-Politikerin Andrea Ypsilanti zu ersetzen, zerbrach die Mitte-Links Mehrheit im Hessischen Parlament. Somit stehen nun Neuwahlen an, und dort scheint Roland Koch wieder die Möglichkeit zu haben, zum regulären Ministerpräsidenten aufzusteigen.

Verlierer des Jahres (national): CSU

Der Nimbus der Unbesiegbarkeit ist dahin. Erst ging es bei den Kommunalwahlen bergab, bevor es zum grossen Knall bei den Landtagswahlen kam. Nicht nur wurde die absolute Mehrheit verloren, auch das Doppel Huber und Beckstein war nicht mehr zu halten und aus dem fernen Berlin musste der Verbraucherschutzminister Horst Seehofer, welcher doch so unbeliebt gewesen sei, als Retter zurückberufen werden. Die nächste bewährungsprobe wird es bei den Europawahlen im Sommer geben, aber bis dahin wird es noch viel zu tun geben für die einst unanfechtbare Macht im Freistaat.

Comeback des Jahres: Gordon Brown

Im Sommer sah er aus als sei er nur noch ein Premier auf Abruf. Niemand wollte sich mehr mit ihm Blicken lassen, selbst Barack Obama bevorzugte es, ihn nur zu privaten Gespräch im Hinterhof zu sprechen. Mit der 10p-Kriese ging es dann richtig abwärts, Wahlen wurde in Massen verloren, und auf dem Parteitag von Labour im September schien es seine letzte Chance zu sein. Aber dann kam die Krise, aus der zögerlichen Defensivtaktik, ging er voll auf Angriff über und zum Ende des Jahres hin, stand er wieder ganz vorn. Eine Achterbahnfahrt sonder gleichen, welche wohl ihm nun doch noch Chancen einräumen werden die nächste Wahl eventuell sogar vor seinem ärgsten Konkurrenten, dem Conservetives-Chef David Cameron, abzuschneiden. Aber bis dahin ist noch weit hin, und solange wird er sich an der Spitze der Europäischen Krisenpolizei sonnen können.

Kämpfer für die Menschenrechte des Jahres: Europäischer Gerichtshof

Es war eine Entscheidung im September, welche grosses Aufsehen erregte, als der Europäische Gerichtshof durchsetzte, das eine gegen jede Vernunft organisierte Blacklistregelung der UNO erst einmal wieder auf den Prüfstand musste und klarstellte, das nicht alles, was anderswo beschlossen wird, blindlinks umgesetzt werden müsse, wenn dabei Menschenrechte missachtet werden. Es ist beachtenswert, das der Gerichtshof so deutlich Stellung bezogen hat, gegen den ausdrücklichen willen der EU, und hat damit diese Kategorie klar für sich entschieden.

Kämpfer gegen die Menschenrechte des Jahres: Wolfgang Schäuble

Zu den Menschenrechten gehört auch das Recht auf Freiheit, und das schränkt der deutsche Innenminister mit vorliebe, im Namen der Terrorbekämpfung ein. Sei es Vorratsdatenspeicherung oder Bundestrojaner, er ist immer vorne dabei, wenn es darum geht, Menschen zu Überwachen, und sollte ihm mal ein Gesetz im Wege stehen, so kommt er gern auch mal auf die Idee doch die Verfassung ändern zu wollen, anstatt, wie es seine Aufgabe ist, diese zu respektieren und zu beschützen. Er hat sich mit seinem Verhalten mehr als disqualifiziert wenn es darum geht, Deutschland als respektierte Persönlichkeit zu vertreten und ist mitverantwortlich dafür, das man derzeit anstatt den Terror zu bekämpfen, sich diesem ganz leise ergibt.

 

So, das soll es für dieses Jahr gewesen sein. Es hat neben einer alles dominierenden Finanzkrise auch reichlich Spannung mit dem US-Wahlkampf beschert, und wird so seinen Platz in der Geschichte gebührend einnehmen können. Ich wünsche allen Mitlesern ein gesegnetes Jahr 2009 und viel Erfolg beim erreichen ihrer Ziele. Das neue Jahr wird uns reichlich Wahlen bescheren, sei es auf Europa-, Bundes- oder Landesebene, so das auch hier wieder für reichlich Spannung gesorgt seien wird. Und wie immer sind es die Überraschungen, die das Leben so interessant machen, also auf ein neues in Zweitausendundneun.

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US-Wahl: Ergebnisse

November 5th, 2008 von maphry

DIe Ergebnisse der Nacht (Stand: 5/11: 20 h CET):

Electoral College – Obama 364: McCain 163


1.10 h: Vermont (3) -> Obama

1.25 h: Kentucky (8) -> McCain

2.00 h: South Carolina (8) -> McCain

2.05 h: New Jersey (15) -> Obama

2.05 h: Illinois (21) -> Obama

2.05 h: Oklahoma (7) -> McCain

2.05 h: Tennessee (11) -> McCain

2.05 h: Maryland (10) -> Obama

2.05 h: Washington DC (3) -> Obama

2.05 h: Connecticut (7) -> Obama

2.05 h: Delaware (3) -> Obama

2.30 h: Massachussets (12) -> Obama

2.30 h: New Hampshire (4) -> Obama

2.35 h: Maine (4) -> Obama

2.40 h: Pennsylvania (21) -> Obama

3.05 h: North Dakota (3) -> McCain

3.05 h: Wyoming (3) -> McCain

3.05 h: New York (33)-> Obama

3.05 h: Michigan (17)-> Obama

3.05 h: Minnesota (10) -> Obama

3.15 h: Georgia (15) -> McCain

3.20 h: Wisconsin (10) -> Obama

3.30 h: Ohio (20) -> Obama

3.50 h: New Mexico (5) -> Obama

3.50 h Louisiana (9) -> McCain

4.00 h Utah (5) -> McCain

4.00 h Kansas (5) -> McCain

4.10 h Iowa (7) -> Obama

4.15 h Arkansas (6) -> McCain

4.15 h Alabama (9) -> McCain

4.15 h West Virginia (5) -> McCain

4.25 h Texas (34) -> McCain

4.25 h Mississippi (6) -> McCain

4.25 h Rhode Island (4) -> Obama

4.55 h Virginia (13) -> Obama

5.00 h California (55) -> Obama

__________________________________________________

tda Alaska (3) -> McCain

tda Arizona (10) -> McCain

tda Colorado (9) -> Obama

tda Florida (27) -> Obama

tda Hawaii (4) -> Obama

tda Idaho (4) -> McCain

tda Indiana (11) -> Obama

tda Mississippi (6) -> McCain

tda Montana (3) -> McCain

tda Nebraska (5) -> McCain

tda Nevada (5) -> Obama

tda Oregon (7) -> Obama

tda South Dacota (3) -> McCain

tda Washington (11) -> Obama

2da North Carolina (15) -> Obama

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still to call: Missouri

Senat – Dem 18 (37+2): Rep 14 (26)


1.25 h: Virginia ->Warner (Dem)

1.35 h: South Carolina ->Graham (Rep)

2.45 h: Arkansas -> Pryor (Dem)

2.45 h: Tennessee -> Alexander (Rep)

2.45 h: New Jersey -> Lautenberg (Dem)

2.50 h: Illinois -> Durbin (Dem)

2.50 h: West Virginia -> Rockefeller (Dem)

2.50 h: Massachussets -> Kerry (Dem)

2.55 h: North Carolina -> Hagen (Dem)

3.25 h: Wyoming I -> Enzi (Rep)

3.25 h Wyoming II -> Barosso (Rep)

3.25 h Alabama -> Sessions (Rep)

3.25 h Oklahoma -> Inhofe (Rep)

3.50 h Michigan -> Levin (Dem)

3.50 h Maine -> Collins (Rep)

3.50 h New Hampshire -> Shaheen (Dem)

3.50 h Rhode Island -> Reed (Dem)

3.50 h Delaware -> Biden (Dem)

4.20 h Kansas -> Roberts (Rep)

4.20 h Montana -> Baucus (Dem)

4.35 h Iowa -> Harkin (Dem)

4.45 h Nebraska -> Johanns (Rep)

4.45 h South Dacota -> Johnsen (Dem)

4.45 h Texas -> Cornyn (Rep)

4.45 h Mississippi I -> Cochran (Rep)

4.50 h New Mexico -> Udall (Dem)

_______________________________________________

tda Colorado -> Udall (Dem)

tda Idaho -> Risch (Rep)

tda Mississippi II -> Wicker (Rep)

tda Louisiana -> Landrieu (Dem)

tda Kentucky -> McConell (Rep)

2da Oregon -> Merkley (Dem)

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still to Call: Alaska, Georgia & Minnesota

Repräsentantenhaus

Dems 253 : Reps 173

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US-Wahl: Live-Ticker (Die Nacht)

November 4th, 2008 von maphry

Heute geht es um viel, um die Präsidentschaft, um die Fillibuster-Proof-Majority im Senat und überhaupt um einen möglichen historischen Erdrutschsieg der Demokraten (Kommentare, Meinungen und Fragen sind natürlich immer gern willkommen).

5.00 CET / 23.00 ET / 18.00 HST

Nun ist es offiziell. Barack Obama hat mit dem Erfolg in Kalifornien den Sieg bei diesen Präsidentschaftswahlen errungen. Ich werde mich damit für diese Nacht verabschieden, das offene Rennen im Senat und im Repräsentatenhaus wird dann in den kommenden tagen analysiert. Und ja, ich könnte mich nun darüber ärgern, das ich vor 4 Jahren nicht auf Obama gewettet habe, auch wenn ich zugeben muss, das ich mit ihm erst in 8 Jahren gerechnet habe. Aber er hat nun die Chance genutzt, etwas, was ihm wohl lange Zeit nur wenige zugetraut haben.

4.30 CET / 22.30 ET / 17.30 HST

Die Entwicklungen der letzten 3/4-h waren wenig überraschend. Texas für McCain, New Mexico für Obama. nichts was irgendetwas noch ändern könnte. Die 60 Sitze im Senat bleiben eng, sind aber eher unwahrscheinlich.

3.45 CET / 21.45 ET / 16.45 HST

Auch CNN räumt nun ein, das es nix mehr wird mit McCain (denn er müsste einen von der Ostküste oder Hawaii gewinnen, und das ist nahezu ausgeschlossen). Damit kann man nun guten Gewissens verkünden: Der nächste Präsident der USA ist Barack Obama!

3.30 CET / 21.30 ET / 16.30 HST

Ohio geht an Obama! Das sollte es dann gewesen sein, denn nun wird es kaum noch möglich sein, das McCain noch zurückschlägt!

3.25 CET / 21.25 ET / 16.25 HST

Die Niederlage in Kentucky im Senat tut den Demokraten richtig weh. Nun wird es doch noch sehr schwer die filibuster-proof-majority zu retten.

3.00 CET / 21.00 ET / 16.00 HST

Das ganze sieht langsam richtig gut aus für die Demokraten. Bis auf North Dakota, ist alles nach Plan gelaufen, und Rockefeller hat West Virginia gewonnen. EIn Sitz fehlt noch anch meiner Prognose, der unerwartet gewonnen werden müsste, um es zu den 60 Sitzen zu schaffen.

2.45 CET / 20.45 ET / 15.45 HST

Pennsylvania geht an Obama. Damit ist der erste grosse Battleground-Staat für Obama gesichert, und somit sieht es gut für ihn aus. Alle anderen sind noch to close to call, mal schauen wie lange das hält.

2.30 CET / 20.30 ET / 15.30 HST

In obiger Ergebnisliste habe ich einmal die aktuellen Entwicklungen zusammengefasst. Wie erwartet gabs den grossen schwung der Projektionen und der vielen Farbe nun auf den karten. EInige Staaten sind in diesem Schwung noch offen, aber wohl nicht mehr lange. 62:34 für Obama, und bisher alles nach Erwartung. Florida sieht demgegenüber sehr gut für Obama aus. Es bleibt spannend dort.

2.00 CET / 20.00 ET / 15.00 HST

Die nächsten Staaten die fällig seien dürften sind South Carolina und West Virginia, und das kurz bevor der mittlere Westen seine Lokale schliesst.

1.30 CET / 19.30 ET / 14.30 HST

Ok, Kentucky und Vermont können doch verbucht werden. In Kentucky fängt auch an das Senatsrennen spannend zu werden, was einer der Schlüsselstaaten für die 60%-Mehrheit der Demokraten dort ist. Derweil kann man den Parteiwechsel des Senatssitzes in Virginia verbuchen, und South Carolina wird wohl recht schnell an die Reps im Oberhaus gehen.

1.05 CET / 19.05 ET / 14.05 HST

So, die nächsten Lokale sind dicht. Bisher steht Indiana auf der Kippe bei etwa 9% ausgezählten Stimmen, und CNN projeziert Kentucky (8) für McCain. Des weiteren wird Vermont (3) für Obama gewertet. Allerdings sollte man noch etwas warten bis man diese Staaten komplett abschreibt, noch sind die Zahlen zu unsicher. Die nächsten Staaten die schliessen um halb 2 sind Teile von North Carolina, Ohio und West Virginia.

0.30 CET / 18.30 ET / 13.30 HST

Die East-Time-Zonen in Kentucky und Indiana sind geschlossen, aber die Ergebnisse lassen noch auf sich warten. Kentucky sollte dabei klar an McCain gehen, Indiana wird der erste Staat sein, wo es knapp werden sollte. Um 1 Uhr schliessen dann auch die letzten Lokale in Indiana und Kentucky, sowie in Teilen Floridas, New Hampshires. Ausserdem sind dann Georgia, South Carolina, Vermont und Virginia dran. Die ersten Ergebnisse aus diesen Staaten besonders Florida, Georgia und Indiana sollten dann ein paar Aufschlüsse liefern wie es heute Nacht weiter geht.

23.45 CET / 17.45 ET / 12.45 HST

Die CNN-Exitpolls liefern nicht wirklich neues. Das die Economy das Hauptthema war war klar, darauf folgten mit sehr, sehr grossem Abstand Irak, Terrorismus und das Gesundheitssystem. Dabei sind die Präferenzen, welchen Kandidaten man nun unterstützt, wenn man welches Thema bevorzugt, typisch verteilt. Irak-Besorgte neigen zu Obama, Terrorismus-Verängstigte zu McCain. Auch das die Neuwähler mehrheitlich bei Obama stehen ist logisch, da die Demokraten eine gute Möbilisierungsarbeit in den letzten Monaten hingelegt haben. Ob sichd as auszahlt wird man noch sehen.

23.00 CET / 17.00 ET / 12.00 HST

Noch eine Stunde bis die ersten Wahllokale schliessen. Den Beginn machen Indiana und Kentucky. Wo Kentucky keine grossen Überraschungen bereithalten sollte (klar McCain), ist Indiana ein Ziel von Obama. Sollte er hier gut abschneiden, oder gar gewinnen, wird es für McCain wirklich schwer das Ruder noch herumzureissen.

22.10 CET / 16.10 ET / 11.10 HST

Die Wahlbeteiligung scheint sehr hoch. Davon zeugen nicht nur die viel berichteten langen Schlangen, sondern auch die ersten Berichte von den Wahlbeteiligungen, welche in Ohio und Virginia, zwei Battleground-States, besonders hoch liegen sollen.

20.45 CET / 14.45 ET / 9.45 HST

Die Ruhe vor dem Sturm. Es sind noch etwas über 3 Studnen, bis in den ersten Staaten die Wahllokale wieder schliessen. Bis dahin wird es wohl ausser den Berichten von langen schlangen, der ein oder anderen defekten Wahlmaschine und den Berichten von dem ein oder anderen Promi, der grade wählen war kaum viel neues geben. Aber dann…

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US-Wahl: Live-Ticker (Der Tag)

November 4th, 2008 von maphry

Heute geht es um viel, um die Präsidentschaft, um die Fillibuster-Proof-Majority im Senat und überhaupt um einen möglichen historischen Erdrutschsieg der Demokraten (Kommentare, Meinungen und Fragen sind natürlich immer gern willkommen).

20.20 CET / 14.20 ET / 9.20 HST

Hast du solche Freunde, brauchst du keine Feinde mehr. Seit Monaten meldete sich der ehem. Kubanische Staatschef Fidel Castro nicht mehr zu Wort, aber heute konnte er es nicht lassen zu verkünden, das Obama intellegenter sei als McCain, auch wenn er offiziell keine Wahlempfehlung abgab (siehe Reuters). Bei dem Vorwurf, dass Obama laut den Republikanern zu sozialistisch wäre, wird dem das sicher gar nicht passen diese rhetorischen Blumen zu erhalten. Aber es kommt wohl zu spät um Einfluss zu haben, vor eienr Woche hätte es mehr Probleme gemacht.

19.10 CET / 13.10 ET / 8.10 HST

Und natürlich will ich auch das nicht vergessen, auch McCain hat mittlerweile seine Stimme abgegeben (siehe AP), und wird nun zu seinen letzten Wahlkampfauftritten aufbrechen.

19.00 CET / 13.00 ET / 8.00 HST

Huffington Post, das “Kampfblog” der Demokraten, verichtet über Probleme bei den Wahlmaschinen in dem möglicherweise entschiedenen Staat Virginia. Auch konnten angeblich nicht zeitnah Papierstimmzettel beschafft werden, so das es zu grösseren Verzögerungen kam. Das fängt ja gut an, und die Diskussionen werden hinterher wohl wieder hoch schlagen.

18.00 CET / 12.00 ET / 7.00 HST

Bei Hubdub stehen die Chancen bei 94% das Obama heute Nacht als Sieger vom Parkett geht. Auch hatten im Vorhinein schon einige Wettanbieter die Reissleine gezogen (siehe uswahl2008), da sie nicht mehr glaubten, das McCain es noch einmal schaffen würde zurückzukommen. Sicherlich, man könnte viel Geld damit gewinnen, wenn man heute auf McCain setzt, aber offenbar sind die Wahrscheinlichkeiten wirklich sehr gering, das er es doch noch schafft.

18.50 CET / 12.50 ET / 7.50 HST

So, ich musste ein paar kleine Korrekturen an der Prognose fürs Electoral College vornehmen, da ich einen kleinen Rechenfehler drin hatte. An der eigentlichen Aussage ändert sich aber nichts: Obama wird demnach mit 311:227 Wahlmännerstimmen gewinnen. Somit gibts hier noch einmal die Graphik:

Electoral College (korregierte Prognose)

Electoral College (korregierte Prognose)

17.35 CET / 11.35 ET / 6.35 HST

Raymond Whitaker stellt im Independence-Blog klar, was es bedeuten würde, wenn die Wähler heute Nacht nicht Obama auf den Thron heben würden. Denn dann lägen alle Umfrageinstitute quer durch die bank falsch, und das würde mehr als ein Erdbeben in dieser Industrie auslösen, und das Vertrauen was in deren Aussagen immer noch investiert wird, würde gegen Null schrumpfen. Und wenn man ehrlich ist, es hätte schon seinen Reiz, wenn man sich anschaut, wie diese Werte die öffentliche Meinung bestimmen.

17.15 CET / 11.15 ET / 6.15 HST

Ja, wie soll es auch anders sein, auch die Börsen freuen sich das endlich die Wahl stattfindet (siehe BBC News). Inwieweit sie sich noch freuen, wenn die Wahllokale morgen früh geschlossen haben und es dann zu Problemen kommen sollte, wie dass es nicht möglich seien wird, einen Präsidenten auszurufen, werden wir dann ja sehen.

16.40 CET / 10.40 ET / 5.40 HST

Bloomberg geht davon aus, dass die Geschichte um die Präsidentschaft heute schnell geklärt seien könnte, sollte am 1 Uhr heute Nacht die Wahllokale in Virginia, Ohio und Florida geschlossen sein und McCain dort nicht gewinnen. Ich persönlich tippe das sowohl Ohio, als auch Virginia die Seiten zu den Demokraten wechseln werden, was bedeuten würde, das es tatsächlich recht fix gehen könnte. Aber die Wahlen vor 4 und 8 Jahren haben gezeigt, das gerade diese Umstrittenen Staaten sehr lange brauchen, bis man auf das “Too close to call” bei den Ergebnissen verzichten kann.

16.25 CET / 10.25 ET / 5.25 HST

Obama war ein Frühaufsteher, als er heute Morgen zur Wahl schritt (siehe Chicago Tribune). Wie immer mit nem ganzen Pulk Medien im Gepäck und einen ganzen Haufen Leuten vom Secret Service, für die er vielleicht ab Morgen die wichtigste zu schützende Person wird. Ansonsten häufen sich die Berichte über lange schlangen, und die befürchtungen, das diese so ihre Probleme mit sich bringen könnten (siehe LA Times).

14.55 CET / 8.55 ET / 3.55 HST

Auch in Washington DC bilden sich die Schlangen (siehe Washington Post). Derweil ist es ganz interessant sich einmal die Webseiten der Parteien anzusehen. Während McCains Republikaner noch mit langen Texten versuchen wähler zu überzeugen, gibts bei den Demokraten nur die Aufforderung zu wählen und alle in seinem Umfeld dafür zu begeistern. Auch gibt’s eine kleine Rechtsbelehrung, wohl weisslich, da in einigen Counties befürchtet wird, das mit Tricks die Republikaner versuchen werden niedere soziale Schichten zu verunsichern. Ob es dazu kommt wird man sehen, aber immerhin gibt es ja mittlerweile auch in den USA dieOSZE-Wahlbeobachter.

14.05 CET / 8.05 ET / 3.05 HST

In New York beginnt der Tag mit den oft befürchteten langen Schlangen vor den Wahllokalen (wie BBC Newsberichtet). Was einen aufgrund der zu erhoffenden hohen Wahlbeteiligung erfreut, nährt aber auch die Befürchtung, das viele am späteren tage nicht mehr zu den Lokalen aufbrechen, da die Schlangen sie abschreckt. Man wird sehen, ob die höchste Wahlbeteiligung seit Jahrzehnten, die angepeilt wird, erreicht werden kann.

13.30 CET / 7.30 ET / 2.30 HST

Der Guardian hat ganz nett die wichtigsten Stationen des heutigen Abends zusammengefasst. Los gehts nach Mitteleuropäischer Zeit eigentlich erst wirklich um Mitternacht, wo Kentucky und Indiana den Anfang machen, und die erste wirkliche Tendenz wird es wohl dann ab 1 Uhr morgen früh geben. Alles davor sind pure Analyse von Erwartungen und Schnellumfragen, auf die man sich wie immer nicht all zu sehr verlassen sollte.

13.05 CET / 7.05 ET / 2.05 HST

Die suche danach, wo man heute den Sieger am ehesten ausmachen kann geht weiter. CNN-Blogger John P. Avlon geht sogar soweit es auf 6 Counties zu beschränken, welche in Florida, Virginia, Pennsylvania, Ohio, Missouri und Colorado liegen. Soweit würde ich selbst vielleicht nicht gehen, aber es zeigt die Tendenz die sehr deutlich wird: Die Nachrichtenstationen werden so früh wie möglich den Gewinner verkünden wollen, und dabei dieses mal reichlich Risiko in kauf nehmen. Auch sieht man, dass nur ein geringer Teil der Wähler diese Wahl wirklich entscheiden wird, der Grossteil ist schon teils seit Wochen, fest auf eine Seite verbucht und somit uninteressant. Ob die Strategen damit recht haben, wird sich heute Nacht zeigen, aber mit Überraschungen darf man im Allgemeinen dabei kaum rechnen, da die Wähler in den USA doch zu vorhersehbar votieren. Des weiteren haben nun seit gut einer Stunde die ersten Wahllokale geöffnet, die es nicht darauf anlegen die allerersten seien zu wollen. Nun kann das zittern für die beiden Seiten also beginnen.

11.25 CET / 5.25 ET / 0.25 HST

Das Early-Voting ist recht erfolgreich verlaufen dieses Jahr (wie auch BBC News berichtet), und so sind bis zu 30% der Stimmen schon lange vergeben. Davon werden erwartungsgemäs vor allem die Demokraten profitieren, und es bleibt zu hoffen, dass auch die Wahlbeteiligung insgesamt etwas ansteigt, denn es wäre gut, wenn der neue Präsident von mehr als 25% der Wahlberechtigten Bevölkerung gewählt würde.

10.30 CET / 4.30 ET / 23.30 HST

Es ist noch etwas Zeit (besser gesagt 90 Minuten) bis auch die restlichen Wahllokale beginnen zu öffnen (in Hart’s Location, dem zweiten Frühstarter, gabs nach FR-Online ein 17:10 für Obama bei zwei Stimmen für einen Drittkandidaten). Die letzten Neuigkeiten sind doch noch einmal etwas erfreulicher für McCain/Palin, da Palin in einem weiteren Bericht vom Amtsmissbrauch freigesprochen wurde (siehe NYTimes). Die andere Schlagzeile des Tages ist der Tod von Obama’s Grossmutter am gestrigen Tage (siehe Guardian). Ob irgendetwas davon noch Einfluss auf die Wahlen hat, ist aber doch arg zu bezweifeln.

9.05 CET / 3.05 ET / 22.05 HST

Hier noch einmal graphisch die Prognosen für den heutigen Tag, wo die ersten wirklich guten Ergebnisse erst nach Mitternacht europäischer Zeit zu erwarten sind.

 

Electoral Collage Prognose 9.00 CET

Electoral Collage Prognose 9.00 CET

 

Senat: Prognose 9.00 CET

Senat: Prognose 9.00 CET

 

Repräsentantenhaus: Prognose 9.00 CET

Repräsentantenhaus: Prognose 9.00 CET

8.55 CET / 2.55 ET / 21.55 HST

Guten Morgen. DIe ersten Wahllokale haben geöffnet, und Obama hat abgeräumt. Wie CNN berichtet, hat Obama die Rennen im Ort Dixiville Notch, New Hampshire mit 21:15 gewonnen. EIgentlich eher Republikanisch geneigt, ist dieses doch eine Überraschung, und lässt die Demokraten hoffen.

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US-Wahl: Der Präsident der Vereinigten Staaten

November 3rd, 2008 von maphry

Nun ist es nur noch ein Tag bis zur Wahl, und dem widmet man natürlich dem wichtigsten Rennen: Dem Rennen um die Präsidentschaft. Im Zwei-Parteien-System des Landes gibt es nur zwei aussichtsreiche Bewerber um den Posten, und das sind die nun hinlänglich bekannten Barack Obama, der auf dem Ticket der Demokraten startet, und John McCain, der für die Republikaner in den Ring steigt. Das Wahlsystem für dieses Amt, ist eigentlich recht einfach: Jeder der 50 Bundesstaaten der USA bildet einen eigenen Wahlkreis, und nach dem Prinzip “the winner takes it all” bekommt jeder Sieger eines solchen Wahlkreises die Wahlmännerstimmen die diesem Staat zugeordnet sind (welche sich aus der Anzahl der Vertreter im Kongress (also Senat und Repräsentantenhaus) zusammensetzt).

Wie es bei einem solchen Wahlsystem nuneinmal ist, gibt es viele Staaten, wo schon eine Vorentscheidung gefallen ist, und welche man gar nicht weiter zu beachten braucht. Nach meiner Annahme wird man dort auf ein Verhältnis von 53:191 kommen. Sollte es bei diesen Staaten eine Überraschung geben, würde es wohl schwere Konsequenzen innerhalb dieser Parteien geben, und Köpfe müssten rollen. Unter den wahrscheinlich sicheren Staaten holt McCain etwas auf, aber immer noch steht es danach 104:223 für Barack Obama. Der Rest der Staaten ist dann teils komplizierter, darum widme ich mich denen unten etwas genauer, gehe aber dennoch davon aus, dass es letztendlich zu einem 227:311 kommen wird, und Obama sich somit die Präsidentschaft ab dem nächsten Jahr sichern wird.

Das ist einigermassen Konsistent mit den anderen Prognosen von Pollster (Obama 311, McCain 142, Unentschieden 85) und Realclearpolitics (Obama 278, McCain 132, Unentschieden 128). 538 tippt auf 311 Stimmen für Obama, was in der gleichen Grössenordnung liegt, wie meine eigene Prognose, dennoch leicht darüber trifft mit den nächst wahrscheinlichen Ausgängen (338, 353, 364). Der Grund ist im Allgemeinen, das ich noch von einer kleinen (1-2%igen) Verschiebung zugunsten McCains ausgehe, mit der Begründung des doch insgeheim vorhandenen Rassismus, der letztendlich sich nicht in den Umfragen niederschlägt. Ausserdem könnte es passieren, das ein paar Obama-Wähler zuhause bleiben, wenn sie denken, das es eh reichen sollte, aber das könnte fatal werden. Dennoch sollten die Early-Voting Zahlen ausreichend hoch sein, damit es dennoch reicht. Also wird es spannend am morgigen Tag, wirkliche Ergebnisse wird es aber wohl nicht vor Mitternacht geben. Dennoch werd ich den Live-Ticker frühzeitig beginnen. Also auf eine spannende Wahl.

McCains sehr sichere Stimmen: 53 Stimmen

Alabama (9), Alaska (3), Idaho (4), Kansas (6), Nebraska (5), Oklahoma (7), Tennessee (11), Utah (5), Wyoming (3)

McCains wahrscheinlich sichere Stimmen: 51 Stimmen

Kentucky (8), Louisiana (9), Texas (34)

Obamas sehr sichere Stimmen: 191 Stimmen

California (55), Connecticut (7), Delaware (3), Washington DC (3), Hawaii (4), Illinois (21), Maine (4), Maryland (10), Massachussetts (12), Michigan (17), New Jersey (15), New York (26), Oregon (7), Rhode Island (4), Vermont (3)

Obamas wahrscheinlich sichere Stimmen: 32 Stimmen

Iowa (7), New Hampshire (4), Washington (11), Wisconsin (10) 

Die unsicheren Stimmen: Obama 83, McCain 123

Quellen: Pollster, RealClearPolitics, 538

Arizona (10 Stimmen)

Pollster: Obama 43.8 : McCain 49.0; RealClearpolitics: Obama 45.8 : McCain 49.3; 538: 97% McCain

Dieser Staat im Südwesten sollte, im Gegensatz zu seinen Nachbarn nicht an Obama fallen, dazu sehen die Umfragen zu konstant McCain vorne. Darum tippe ich mal knapp McCain.

Arkansas (6 Stimmen)

Pollster: Obama 42.3 : McCain 52.0; RealClearpolitics: Obama 43.0 : McCain 52.3; 538: 100% McCain

Obama verkürzte zwar immer wieder leicht den Rückstand, doch insgesamt sollte er viel zu gross sein, um diesen Staat doch noch erobern zu können. Klar McCain.

Colorado (9 Stimmen)

Pollster: Obama 51.4 : McCain 44.5; RealClearpolitics: Obama 50.5 : McCain 45.0; 538: 96% Obama

Dies ist der Schlüsselstaat für McCain, und es sieht so aus, als würde er ihn verlieren. Knapp Obama.

Florida (27 Stimmen)

Pollster: Obama 48.1 : McCain 45.5; RealClearpolitics: Obama 48.5 : McCain 46.0; 538: 64% Obama

Hier verlor Gore vor 8 Jahren die Wahl, und es wird wohl wieder knapp. Auch wenn die Demokraten alles dafür getan haben diesen Staat für sich zu sichern, glaube ich dennoch das es sehr knapp wird. Sehr, sehr knapp McCain.

Georgia (15 Stimmen)

Pollster: Obama 46.9 : McCain 48.6; RealClearpolitics: Obama 46.0 : McCain 49.0; 538: 95% McCain

Das dieser Staat überhaupt knapp wird, ist ein Zeugnis für den sehr guten Wahlkampf von Obama. Dennoch wird es wohl nicht ganz reichen. Knapp McCain.

Indiana (11 Stimmen)

Pollster: Obama 46.6 : McCain 47.5; RealClearpolitics: Obama 46.2 : McCain 47.6; 538: 73% McCain

McCain verlor immer mehr an Zustimmungen in den Umfragen, dennoch wird es wohl sehr knapp reichen. Sehr knapp McCain.

Minnesota (10 Stimmen)

Pollster: Obama 53.2 : McCain 40.2; RealClearpolitics: Obama 51.6 : McCain 41.8; 538: 100% Obama

Ja, zugegeben, dieser Staat ist nicht wirklich diskutabel. Also klar Obama.

Mississippi (6 Stimmen)

Pollster: Obama 41.3 : McCain 50.9; RealClearpolitics: Obama 39.3 : McCain 50.7; 538: 100% McCain

Hier wird es wohl auch nicht wirklich soo spannend werden. Also klar McCain.

Missouri (11 Stimmen)

Pollster: Obama 48.4 : McCain 46.4; RealClearpolitics: Obama 47.2 : McCain 47.6; 538: 61% McCain

Hier wird es höllisch knapp werden. Obama’s Aufschwung ist noch eher frisch, und unter den Umständen tippe ich hier doch mal auf McCain.

Montana (3 Stimmen)

Pollster: Obama 45.9 : McCain 47.8; RealClearpolitics: Obama 45.0 : McCain 48.8; 538: 81% McCain

Wenige Stimmen, die Obama gerne gehabt hätte, doch werden sie zu den Republikanern gehen. Knapp McCain

Nevada (5 Stimmen)

Pollster: Obama 50.4 : McCain 43.6; RealClearpolitics: Obama 49.6 : McCain 43.4; 538: 85% Obama

Man hatte es nicht wirklich geglaubt, aber auch hier liegt Obama recht deutlich vorn. Knapp Obama.

New Mexico (5 Stimmen)

Pollster: Obama 52.3 : McCain 43.7; RealClearpolitics: Obama 50.3 : McCain 43.0; 538: 99% Obama

Genauso hier, wie in Nevada wird es für Obama reichen. Knapp Obama.

North Carolina (15 Stimmen)

Pollster: Obama 48.3 : McCain 47.8; RealClearpolitics: Obama 47.8 : McCain 47.8; 538: 53% Obama

Die Sensation war zum greifen nah, aber McCain ist ein Stehauf-Männchen. Sehr knapp McCain.

North Dacota (3 Stimmen)

Pollster: Obama 46.0 : McCain 42.9; RealClearpolitics: Obama – : McCain -; 538: 75% McCain

Ein sehr kleiner Staat mit sehr wenig Umfragen. Darum muss man davon ausgehen, das es hier eher ein Lotteriespiel wird. Sehr knapp McCain.

Ohio (20 Stimmen)

Pollster: Obama 49.9 : McCain 44.8; RealClearpolitics: Obama 49.3 : McCain 45.0; 538: 80% Obama

Es galt lange als einer der entscheidenden Staaten, aber die grossen strukturellen Probleme des Landes und die dann einsetzende Finanzkrise kippten die Waage zugunsten Obamas. Knapp Obama.

Pennsylvania (21 Stimmen)

Pollster: Obama 52.1 : McCain 44.4; RealClearpolitics: Obama 51.3 : McCain 43.7; 538: 98% Obama

Ebenso hier, es ist ein enorm wichtiger Staat, dank seinen vielen Wählerstimmen, aber auch hier gibt es grosse Probleme, und die begünstigen nun einmal Obama

South Carolina (8 Stimmen)

Pollster: Obama 43.3 : McCain 52.9; RealClearpolitics: Obama 43.0 : McCain 53.0; 538: 100% McCain

Das man überhaupt über den Staat reden muss ist erschütternd für die Republikaner. Dennpoch wird es klar reichen. Klar McCain.

South Dacota (3 Stimmen)

Pollster: Obama 42.9 : McCain 50.4; RealClearpolitics: Obama 42.0 : McCain 50.3; 538: 99% McCain

Der Aufschwung Obama’s machte auch hier nicht halt, dennoch gibt es ur wenige Umfragewerte, aber die die es gibt sehen McCain vorne, und somit sollte es auch reichen. Klar McCain

Virginia (13 Stimmen)

Pollster: Obama 50.6 : McCain 44.5; RealClearpolitics: Obama 50.0 : McCain 45.8; 538: 93% Obama

Mit Eintritt der Finanzkrise wurde es hier für McCain wirkloch eng, und so wird der Schlüsselstaat wohl an Obama gehen. Knapp Obama.

West Virginia (5 Stimmen)

Pollster: Obama 41.7 : McCain 53.6; RealClearpolitics: Obama 42.5 : McCain 51.0; 538: 100% McCain

Hierüber zu reden ist eigentlich auch hinfällig. Klar, McCain müsste klarer führen, aber dennoch wird es sicher reichen. Klar McCain

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US-Wahl: Das McCain/Palin-Ticket

October 30th, 2008 von maphry

Die Republikaner gehen in diesem Jahr mit einem der wohl untypischsten Vertreter aus ihren Reihen ins rennen, einer, der für viele aus ihrer Stammwählerschaft als zu liberal, als zu “demokratisch” gilt. Dabei kommt John McCain vor allem sein Dasein als ehem. Kriegsgefangener aus dem Vietnam-Krieg entgegen, der danach dann in den Senat eingezogen ist, und dort nun schon seit mehr als 2 Jahrzehnten im politischen Tagesgeschäft ist. Um so ungewöhnlicher wirkt da für viele die Selbstdarstellung, welche ihn als Aussenseiter und Einzelgänger dastehen lässt, denn wie sonst hätte es ihm gelingen können, als einem Mitglied der Regierungspartei, welche eine so katastrophale Bilanz aufzuweisen hat, überhaupt noch im rennen zu sein. 

Um die Präsidentschaft hatte er sich schon im Jahr 2000 beworben, war allerdings in den Vorwahlen an George W. Bush gescheitert, und hatte sich dann 2004 für dessen Wiederwahl eingesetzt. Das und sein hohes Alter waren die Hauptkritikpunkte, die ihm immer wieder von seinen politischen Gegnern entgegengehalten wurden, denn an Kompetenz wird ihm kaum etwas abgesprochen.

Um seine Innerparteilichen Kritiker ruhig zu stellen hatte er sich die Gouverneurin aus Alaska, Sarah Palin, als konservatives Aushängeschild an Bord geholt, was ihm auch kurzzeitig enorme Zustimmung einbrachte, bis diese unkontrolliert den Mund in Interviews aufmachen durfte, und sich dort so ziemlich blamierte. So kämpft das Ticket seit nun etwas über einem Monat ums politische Überleben und mit ihm die gesamte Republikanische Partei. Inhaltlich haben McCain und Palin reichlich bei ihren Parteitagsreden zum besten gegeben, welche ich an dieser und dieser Stelle damals ausführlich kommentiert hatte. Diese Kernpunkte wurden späte rin den Debatten zahlreich ausgeführt, aber nicht mehr wesentlich erweitert, da er sich im Folgenden hauptsächlich auf das Angreifen der Demokraten konzentrieren musste, um überhaupt noch im Rennen zu bleiben. Der Wendepunkt des Wahlkampfes war der Ausbruch der Finanzkrise, wo selbst seine kurzzeitige Unterbrechung des Wahlkampfes ihm nicht mehr half mit Obama Schritt zu halten. Ob er dieses nun in den letzten Tagen noch drehen kann bleibt abzuwarten, aber es ist doch schwer zu bezweifeln, zu eindeutig scheinen die Umfragewerte gegen ihn gerichtet.

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Dritte Debatte zwischen Obama und McCain

October 17th, 2008 von maphry

Am Mittwoch Abend stand nun die letzte Debatte zwischen dem demokratischen Präsidentschaftskandidaten Barack Obama und den republikanischen John McCain, um sich zum letzten Mal vor einem grossen Fernsehpublikum zu messen. Dabei ging es vor allem für McCain um alles, da er in den Umfragen der letzten Wochen kontinuirlich an Zustimmung verlor. Die Themen fokussierten sich dabei enorm um die Innen- und Steuerpolitik.

Inhaltlich brachten beide Kandidaten nichts neues, alles wurde nun mehrfach gehört, die Claims sind abgesteckt und wurden nun in den letzten Debatten und Reden noch einmalbreitgetreten. Also ging es nur noch um die Präsentation, wo McCain versuchte angriffslustiger zu sein als zuvor und Obama aus dem Konzept zu bringen, was ihm allerdings nicht gelang. Dieser präsentierte sich sehr präsidial und kontrolliert und wirkte auch Stimmlich um einiges sicherer als die letzten Male. Des weiteren hatte er weite Strecken gut lachen während sich McCain abmühen musste um seine Punkte zu machen. Es war das klare Duell eines Underdogs gegen den Favoriten.

Das, was wohl am meisten Aufsehen erregt hatte, war das stürzen McCains auf einen Klempner, der sich bei einer Wahlkampfveranstaltung Obamas über dessen Steuerpläne beschwert hatte. Dieser Strohhalm droht nun im Nachhinein zum Bumerang zu werden, wo sich der ausgewählte “Joe the Plumber” als nicht so piekfein entpuppte, als ihn McCain gerne dargestellt hat.

Dieses Duell wird an der Ausgangssituation kaum was geändert haben. Wenn man fair diese Debatte betrachten will, wertet man sie als unentschieden, und das ist für McCain einfach zu wenig gewesen. Nun sind es noch fast 3 Wochen, bis zum 4. November, und das Rennen scheint schon fast entschieden. Nur noch eine Katastrophe, wie ein Terroranschlag oder ähnliches hätte wohl noch das Potential das Rennen wirklich noch einmal zu drehen. Dennoch dürfte die Wahl spannend werden, denn besonders die Ausgänge in den Schlüsselstaaten dürfte zeigen, welche Argumente bei welchen Wählerschichten gewirkt haben. Aber das werde ich hier noch einmal kurz vor der Wahl genauer betrachten.

Hintergrundartikel:

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