Obama’s DNC-Rede: The American promise

August 29th, 2008 von maphry

Diese Nacht war es also soweit, Barack Obama hielt die entscheidenste Rede seines Lebens, vor 70000 mehr oder weniger Anhängern im Denver Footballstadion. In dieser Rede zur Akzeptanz seiner gestrigen Nominierung, nannte er erstmals wirklich konkrete Massnahmen um seinen Wandel mit Inhalt zu füllen und Griff John McCain, den Kandidaten der Republikaner scharf an.

Die Rede begann er wie erwartet mit der Akzeptierung der Nominierung, was er mit den Worten

With profound gratitude and great humility, I accept your nomination for the presidency of the United States.

hinter sich brachte. Anschliessend ging es weiter in den Formalien, indem er seinen wichtigsten Wegbegleitern dankte, aber auch Hillary und Bill Clinton, die in den letzten zwei Nächten einen guten Job machten um ihn anzupreisen. 

Mit dem suchen des Anschlusses an seine Rede vor vier Jahren, in der er sich in der Keynote des DNC ausführlich vorgestellt hatte, und die ihn auf einen Schlag berühmt machte, verwies er noch einmal auf seine eigene Geschichte, und das diese nur in Amerika möglich sei, und beschrieb seine Befürchtung, das dieses in Gefahr sei, aufgrund der mislungenen Politik der derzeitigen Regierung.

Tonight, more Americans are out of work and more are working harder for less. More of you have lost your homes and even more are watching your home values plummet. More of you have cars you can’t afford to drive, credit card bills you can’t afford to pay, and tuition that’s beyond your reach.

These challenges are not all of government’s making. But the failure to respond is a direct result of a broken politics in Washington and the failed policies of George W. Bush.

Auch stellte er dann mit kurzen Beispielen fest, dass die USA ein besseres Land seien, als es sich unter der Bush Administration dargestellt hat, was er einleitete mit:

America, we are better than these last eight years. We are a better country than this.

und enden liess mit einem wohl von ihm gewünschten kurzen Satz, welcher in den Nachrichtensendungen landen soll:

On November 4th, we must stand up and say: “Eight is enough.”

Dabei widmete er sich McCain, welcher doch nur die Amtszeit von George Bush fortsetzen würde, ein Thema, welches auch schon seine Vorredner auf dieser Convention immer wieder betonten. Er kündigte an, dass auf der republikanischen Convention die Unterschiede wohl aufgezählt werden, zwischen McCain und Bush, stellte aber fest, dass das Abstimmungsverhalten etwas anderes zeige, und das die nur 10% Abweichungen in den Abstimmungen zu Bush zu wenig seien für ihn, was ihm grossen Beifall einbrachte.

But the record’s clear: John McCain has voted with George Bush ninety percent of the time. Senator McCain likes to talk about judgment, but really, what does it say about your judgment when you think George Bush has been right more than ninety percent of the time? I don’t know about you, but I’m not ready to take a ten percent chance on change.

So setzte er die Angriffe auf seinen Rivalen fort. Er stellte klar, dass er von den Plänen von McCain zu den Themen Wirtschaft, Gesundheitssystem und Bildung nichts hält, dass sie abgehoben und fern jeglicher Realität seien und den normalen Menschen nicht erreichen würden, und stellte seine Vermutung auf, warum das denn so sei:

It’s not because John McCain doesn’t care. It’s because John McCain doesn’t get it.

Dabei stellte er ihn in eine Reihe mit der gängigen Philosophie der Republikaner die grossen zu bevorzugen und die kleinen zu vernachlässigen, in diesem Falle mit viel bissiger Rhetorik welche hervorragend ankam.

For over two decades, he’s subscribed to that old, discredited Republican philosophy – give more and more to those with the most and hope that prosperity trickles down to everyone else. In Washington, they call this the Ownership Society, but what it really means is – you’re on your own. Out of work? Tough luck. No health care? The market will fix it. Born into poverty? Pull yourself up by your own bootstraps – even if you don’t have boots. You’re on your own.

Dieser Textteil wird wohl für die einfache Mittelklasse zu kompliziert sein und zu akademisch, aber seine Anhäger werden diese Konstruktion dennoch bejubeln, ob sie sie wirklich verstanden haben oder nicht. Mit einem

Well it’s time for them to own their failure. It’s time for us to change America.

Leitete er dann auf die Ansichten seiner eigenen Partei und Kandidatur über, um die Unterschiede zu der republikanischen heraus zu stellen, woraufhin die üblichen Worte folgten, wie die Demokraten denn Wohlstand messen würden (also nicht an den grossen Fischen, sondern bei den kleinen Leuten).

Der nächste Abschnitt der Rede beschäftigte sich mit seinen Vorbildern und den Leuten, welche ihn geprägt hatten, wo er vor allem seine Grossmutter und seinen Vater heraushob. Auch stellte er klar, wie wichtig diese Eindrücke für ihn waren.

I don’t know what kind of lives John McCain thinks that celebrities lead, but this has been mine. These are my heroes. Theirs are the stories that shaped me. And it is on their behalf that I intend to win this election and keep our promise alive as President of the United States.

Und um dieses Versprechen ging es nun weiterhin, in dem er das typische Verhältnis der Amerikaner zur Regierung in Washington erläuterte, was er als seine eigenen Ansichten verkaufte. Anschliessend kam eine grosse Ankündigung, auf die viele schon seit langem gewartet hatten:

That’s the promise we need to keep. That’s the change we need right now. So let me spell out exactly what that change would mean if I am President.

Dabei tauchten nun die grossen Versprechungen auf, an denen er gemessen werden wird, sollte er wirklich Präsident werden:

  1. Steuererleichterungen
  2. Die Steuererleichterungen sind ein heisses Thema in den USA, da sie als eines der Hauptmittel zum beleben der Wirtschaft angesehen werden. Im gegensatz zu McCain, will er die erleichterungen einer breiten Masse zubiligen, genauer:

    I will cut taxes – cut taxes – for 95% of all working families. Because in an economy like this, the last thing we should do is raise taxes on the middle-class.

    Die anderen zusagen in dem Zusammenhang, dass er z.B. die Unternehmen bevorzugen wird, welche die Jobs in Amerika schaffen und nicht die die sie aus den USA verlagern, werden ebenfalls ein Prüfstein sein.

  3. Energie
  4. Die wohl schlagkräftigste Ankündigung, welche zwar in vielen Reden teilweise angekündigt wurde, aber wohl von ihm noch nie so klar und kurz zusammengefasst formuliert wurde:

    And for the sake of our economy, our security, and the future of our planet, I will set a clear goal as President: in ten years, we will finally end our dependence on oil from the Middle East.

    Das dieses Ziel nur schwerlich zu erreichen seien wird, sollte allen bewusst sein, da es da doch erhebliche Wiederstände gibt. Aber Versprechen wie über 10 Jahre 150 Milliarden Dollar in die neuen Energien zu investieren sind doch recht konkrete Aussagen wie er das erreichen möchte.

    As President, I will tap our natural gas reserves, invest in clean coal technology, and find ways to safely harness nuclear power. I’ll help our auto companies re-tool, so that the fuel-efficient cars of the future are built right here in America. I’ll make it easier for the American people to afford these new cars. And I’ll invest 150 billion dollars over the next decade in affordable, renewable sources of energy – wind power and solar power and the next generation of biofuels; an investment that will lead to new industries and five million new jobs that pay well and can’t ever be outsourced.

  5. Bildung
  6. Bildung für jedermann, ein weiteres Versprechen, was vor allem in einem Amerika mit hohen Studiengebühren ein grosses Gewicht hat für die kleinen Leute. Dabei kommen noch viele Ideen zur Sprache, aber wenig konkretes.

  7. Gesundheitssystem
  8. Ähnlich bei der Gesundheitsvorsorge, obwohl es dort genauere Versprechen gibt, was die Ausgestaltung angeht. Nicht nur dass jeder eine haben sollte, auch wie er mit den Versicherungen umgeht stellte er klar:

     If you have health care, my plan will lower your premiums. If you don’t, you’ll be able to get the same kind of coverage that members of Congress give themselves. And as someone who watched my mother argue with insurance companies while she lay in bed dying of cancer, I will make certain those companies stop discriminating against those who are sick and need care the most.

  9. Verschiedenes
  10. Nachgeschoben hat er dann noch kleine Dinge, wie Änderung der Konkursgesetze, aber das wohl wichtigste dabei war das Versprechen der Gleichbehandlung bei der Bezahlung von Mann und Frau

    And now is the time to keep the promise of equal pay for an equal day’s work, because I want my daughters to have exactly the same opportunities as your sons.

Wie es nun einmal so ist, müssen diese Pläne auch bezahlt werden, und auch darauf wollte er in dieser Rede eine Antwort liefern. Allerdings war dort dann nur vom Kampf gegen Steueroasen und Bürokratieabbau die Rede, was wohl kaum reichen wird. In diesem Punkt hat er also enttäuscht.

Lieber verwies er da darauf, das nicht nur Geld nötig sei, sondern auch Motivation der Menschen. Dabei lehnte er sich bewusst an John F. Kennedy an, vermied es aber den berühmten Satz zu zitieren, das man doch nicht fragen solle, was das Land für einen selber tuen könne, sondern das fragen solle, was man für das Land tuen kann. Das war auch eine weise Wahl, denn es hätte ihn zu sehr in die Nachfolgefigur von Kennedy katapultiert, und er will ja eigenständig dastehen. Somit hat er die Ideen dahinter halt länglich ausformuliert und fasste es zusammen mit:

Individual responsibility and mutual responsibility – that’s the essence of America’s promise.

Nun gings in die Aussenpolitik und um die Diskussion ob er fähig sei Commander-in-Chief zu sein. Er verweis wie gestern Biden auf das schlechte Urteilsvermögen McCains in den Fällen Irak und Afghanistan, und dort vor allem auf das Problem Osama-bin-Laden:

John McCain likes to say that he’ll follow bin Laden to the Gates of Hell – but he won’t even go to the cave where he lives.

Und um das ganze nochmal schön für die Medien aufzubereiten, stellte er fest:

That’s not the judgment we need. That won’t keep America safe. We need a President who can face the threats of the future, not keep grasping at the ideas of the past.

Auch entgegnete er den Vorwürfen, dass die Demokraten das Land in Gefahr bringen würden, in dem er auf Kennedy und Roosevelt verwies.

We are the party of Roosevelt. We are the party of Kennedy. So don’t tell me that Democrats won’t defend this country. Don’t tell me that Democrats won’t keep us safe. The Bush-McCain foreign policy has squandered the legacy that generations of Americans — Democrats and Republicans – have built, and we are here to restore that legacy.

Auch stellte er klar, wie er sich als Führer der Streitkräfte sieht, dass er zwar nicht zögern, aber doch nur gut überlegt seine Truppen in den Krieg schicken wird.

As Commander-in-Chief, I will never hesitate to defend this nation, but I will only send our troops into harm’s way with a clear mission and a sacred commitment to give them the equipment they need in battle and the care and benefits they deserve when they come home.

Auch stellte er dann klar, dass er zwar mit McCain debattieren will, aber nicht über Charakterfragen, wie Patriotismus diskutieren wird. Das machte er in dem er ein Thema aus seiner Rede vor vier Jahren aufgriff, dieses mal allerdings im Zusammenhang mit den Soldaten im Krieg, die doch Parteiunabhängig kämpfen würden.

The men and women who serve in our battlefields may be Democrats and Republicans and Independents, but they have fought together and bled together and some died together under the same proud flag. They have not served a Red America or a Blue America – they have served the United States of America.

Und für die Medien wurd es wieder zusammengefasst:

So I’ve got news for you, John McCain. We all put our country first.

Dann wurde es Zeit die Verbindenden Elemente der Amerikaner hervorzuheben, was ihm auch recht gut gelang, denn die Themen Abtreibung, Waffenbesitz und Homosexuellenehe sind schwieirge Gebiete, wo es anscheinend nur wenig Gemeinsamkeiten der beiden Parteien gibt, und dennoch suchte er sie:

We may not agree on abortion, but surely we can agree on reducing the number of unwanted pregnancies in this country. The reality of gun ownership may be different for hunters in rural Ohio than for those plagued by gang-violence in Cleveland, but don’t tell me we can’t uphold the Second Amendment while keeping AK-47s out of the hands of criminals. I know there are differences on same-sex marriage, but surely we can agree that our gay and lesbian brothers and sisters deserve to visit the person they love in the hospital and to live lives free of discrimination.

Dann griff er noch mal auf, dass er nicht der typische Politiker sei, und dennoch geeignet ist. Auch das der Wandel, den er immer wieder beschwört hatte, nichts ungewöhnliches sei. Er stellte die stärken Amerikas heraus, verwies aber darauf, das dieses nicht der Grund für den Erfolg des Landes seien, sondern der Glaube an den amerikanischen Geist.

This country of ours has more wealth than any nation, but that’s not what makes us rich. We have the most powerful military on Earth, but that’s not what makes us strong. Our universities and our culture are the envy of the world, but that’s not what keeps the world coming to our shores. Instead, it is that American spirit – that American promise – that pushes us forward even when the path is uncertain; that binds us together in spite of our differences; that makes us fix our eye not on what is seen, but what is unseen, that better place around the bend.

Dann kam die von vielen erhoffte Reminiszenz an Martin Luther King, welcher genau vor 45 Jahren die berühmte “I have a dream”-Rede hielt. Er verwies darauf, dass dessen Worte auch heute noch gültigkeit hätten, und das es für das Land kein Weg zurück gäbe, nicht bei den Problemen die anstehen.

“We cannot walk alone,” the preacher cried. “And as we walk, we must make the pledge that we shall always march ahead. We cannot turn back.” America, we cannot turn back. Not with so much work to be done. Not with so many children to educate, and so many veterans to care for. Not with an economy to fix and cities to rebuild and farms to save. Not with so many families to protect and so many lives to mend. America, we cannot turn back. We cannot walk alone.

Mit den typischen Abschlusssätzen beendete er dann die Rede.


Was man nun von der Rede halten mag, ist jedem selbst überlassen. Objektiv gesehen war sie sicherlich gut, aber das hatte man auch nicht anders erwartet, denn dafür war man von Obama schon zu viel gutes gewohnt in den letzten Jahren. Das er gut Reden kann ist bekannt, ob er gut handeln kann weniger. Zum ersten Mal hat er auch wirklich konkretes versprochen, versucht den Wandel mit Inhalt zu füllen, was ihm durchaus gelungen ist, denn die Erwartungen die er damit seine eventuelle Präsidentschaft gesetzt hat sind riesig, vor allem was den Energiesektor angeht. Auch reiht sich die Rede in die Reihe der guten Ansprachen auf dieser Convention ein, man könnte meinen das die Demokraten auf diesem Parteitag alles richtig gemacht haben, und die Erwartungen sind nun unermesslich, was den Parteitag der Republikaner angeht, der nächste Woche in Saint Paul stattfindet. Ob McCain kontern kann ist die alles Entscheidende Frage, welche wohl schon bald mit der Verkündung seiner Wahl des Running-Mates eingeläutet wird. Auch wird McCain versuchen Obama zu entzaubern, dessen Ideen als illusorisch und wirkungslos abstempeln, aber ich denke Obama hat die Chance hier genutzt, als erster schwarzer Präsidentschaftskandidat einer grossen partei in Amerika sich bei den Leuten gehör zu verschaffen. Alles weitere werden dann die nächsten 2 Monate zeigen ob das reicht.


Hintergrundartikel:

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No way. No how. No McCain?

August 27th, 2008 von maphry

Die Show der Nominierungsparteitage hat begonnen und den Anfang machen die Demokraten in Denver. Über drei Tage hinweg soll der Kandidat Barack Obama vorgestellt und beworben werden, bevor er dann am vierten selber in den Ring steigt um das ganze zu toppen… so zumindest sieht es das Drehbuch vor.

Nachdem es am ersten Tag den Familientag gab, welcher ausschliesslich den Kandidaten als Menschen vorstellen sollte, wird es nun politischer, angefangen mit der Rede der unterlegenen Vorwahlgegnerin Hillary Clinton. Die Rede war abermals gut gehalten, nachdem sie aus den Primaries ausgeschieden war und offenbar Beratung aus dem Lager Obamas bekommen hat, nicht das erste mal

So begann sie um keine Zweifel an ihrer Aufgabe auf diesem Parteitag zu lassen mit der Unterstützungsbekundung für Obama und rief ihre Anhänger dazu auf diesen nun endgültig zu unterstützen. Auch machte sie sofort klar, was sie weiterhin als Aufgabe ansah: Den republikanischen Kandidaten John McCain anzugreifen.

No way. No how. No McCain. Barack Obama is my candidate. And he must be our President.

Dann begann sie mit ihren typischen Geschichten, welche sie den ganzen Wahlkampf über immer wieder erzählte von den Menschen die sie bei den Primaries getroffen hatte. Diese Symbolfiguren ihrer Kampagne versuchte sie dann auch mit den Ideen Obamas zu verbinden, indem sie sich daran machte die Defizite der Bush-Administration zu benennen.

Jobs lost, houses gone, falling wages, rising prices. The Supreme Court in a right-wing headlock and our government in partisan gridlock. The biggest deficit in our nation’s history. Money borrowed from the Chinese to buy oil from the Saudis. Putin and Georgia, Iraq and Iran.

Dem Gegenüber stellte sie dann ihre eigenen Ideen ihrer Kampagne von einem besseren Amerika, vom Gesundheitssystem für alle bis zur multilateralen Aussenpolitik, um dann damit zu schliessen dass es auch Obamas Ideale seien.

Those are the reasons I ran for President. Those are the reasons I support Barack Obama. And those are the reasons you should too.

Danach wurden die Verdienste Obamas gewürdigt, und sie stellte ihn ausdrücklich in die Reihe derer, welcher für die entscheidenden Mittelklassenwähler in der Vergangenheit gekämpft hätte in seiner politischen Vergangenheit. Auch stellte sie ihn dar als jemand, welcher die Politik, welche ihr Mann Bill Clinton begonnen hatte nun würdig fortsetzen wolle. Dabei spielte sie vor allem auf die Wirtschaft an, das Kernthema des diesjährigen Wahlkampfes.

And when Barack Obama is in the White House, he’ll revitalize our economy, defend the working people of America, and meet the global challenges of our time. Democrats know how to do this. As I recall, President Clinton and the Democrats did it before. And President Obama and the Democrats will do it again.

Nachdem also nun Obama beworben war, kam sie zum zweiten wichtigen Teil ihrer Rede, der Blossstellung McCains. Sie würdigte zwar dessen Dienste für Amerika, kritisierte aber dann das politische Programm des Kontrahenten.

John McCain says the economy is fundamentally sound. John McCain doesn’t think that 47 million people without health insurance is a crisis. John McCain wants to privatize Social Security. And in 2008, he still thinks it’s okay when women don’t earn equal pay for equal work.

Besonders die Frauenrechte führte sie dann noch aus, bevor sie dann mit einem klassischen Aufruf an Amerika endete.

That is our duty, to build that bright future, and to teach our children that in America there is no chasm too deep, no barrier too great – and no ceiling too high – for all who work hard, never back down, always keep going, have faith in God, in our country, and in each other.

Wie schon oben erwähnt war die Rede für den Anlass gut, zu befürchten ist allerdings, das sie zu gut war. Denn nun stehen noch zwei Protagonisten aus, die auf dem Parteitag zu reden haben, der Vizepräsident-Kandidat Joe Biden und Barack Obama selbst. Beide müssen diese Rede toppen, wenn sie eine reelle Chance haben wollen aus diesem Parteitag gestärkt hervor zu gehen, und es droht das gleiche Dilemma wie vor vier Jahren, als der damals unbekannte Barack Obama John Kerry die Show vermiesste, indem er eine zu Gute Keynote hielt.

Allerdings hat sich nun auch gezeigt, dass Clinton in diesem Wahlkampf besonders wertvoll für die Demokraten seien kann, denn Obama hat nun den Luxus neben seinem Running Mate Biden auch Clinton für die Drecksarbeit im schiessen gegen McCain zur Verfügung zu haben. DIese wieder rum hat sich mit dieser rede sicherlich auf Jahre hinweg einen Platz im Senat gesichert, und sollte Obama scheitern, stände sie sicherlich in vier Jahren nahezu unangefochten als Präsidentschaftskandidatin der Demokraten da.

Aber lassen wir uns überraschen, was der Rest der DNC noch bringen mag, heute ist wie gesagt der Tag des Running Mates und er wird das schlechte Bild Obamas in der Georgienkrise nun sicherlich versuchen auszuwischen, wo er doch nun der Mann für die Aussenpolitik ist.


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Da waren’s nur noch zwei

June 8th, 2008 von maphry

Nun ist es klar, das diesjährige US-Präsidentschaftswahl-Duell wird am 4. November zwischen dem Republikanischen Vertreter John McCain und seinem Demokratischen Counterpart Barack Obama ausgetragen. Lange Monate des Vorwahlkampfes liegen nun hinter diesen beiden Kandidaten, der erbitterterte wohl für Obama.

Nachdem es ihm nun endlich am Dienstag gelungen war, sich die Mehrheit der Deligierten für die Convention im August zu sichern, gestand nun gestern seine Gegnerin Hillary Clinton ihre Niederlage ein. In ihrer wohl besten Rede überhaupt hat sie eine beeindruckende Rede für ihren bisherigen Gegner gehalten. Was auch immer die Tage beim Geheimtreffen der beiden ausgehandelt wurde (manch einer mag nun behaupten er habe ihr Nachhilfe im Redenschreiben gegeben), es hat Clinton dazu bewogen trotz der bisherigen Widerspenstigkeit ihre Anhänger für Obama zu begeistern. Wer es bisher nicht gesehen hat, der kann sich hier die Youtube-Version ansehen.

Des weiteren gibt es eine kurze Zusammenfassung von Andersdenken 2.0.

Was nun aus dieser Unterstützung wird, und ob sie wirklich etwas nutzt, das wird man in der nahen Zukunft sehen. Auch die zukünftige Rolle von Clinton ist derzeit noch offen. Wird sie eine Position innerhalb der Obama-Delegation wahrnehmen, falls dieser Gewinnen sollte? Wird sie vielleicht sogar als Vizepräsidentin kandidieren? Oder geht sie zurück in den Senat, wo ihr die Chance zugebilligt wird, eine so schillernde und einflussreiche Persönlichkeit wie Ted Kennedy zu werden? Eventuell tritt sie auch noch einmal an zur Präsidentschaftswahl 2012 oder 2016.

Nun also erst einmal zur Wahl 2008, wo nun also die beiden Kontrahenten nicht ungleicher seien könnten. Es droht eine hochpolarisierte Wahl, bei zwei so unterschiedlichen Kandidaten: Demokrat gegen Republikaner, schwarz gegen weiss, jung gegen alt, Irakkriegsgegner gegen Kriegsveteran usw. Weiter geht es nun mit der DNC und RNC, Ende August bzw. Anfang September, wo die offizielle Nominierung stattfindet, und bis dahin stehen auch die Running Mates fest. Es wird also Spannend, und die Schlammschlacht wird wohl schneller beginnen als einem Lieb sein wird.

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It’s over, Mrs Clinton!

June 1st, 2008 von maphry

Die Vorwahlen der Demokraten werden nicht dieser Tage entschieden, nein, die Entscheidung viel an sich schon im Herbst letzten Jahres. Dort begab es sich, dass die Demokratischen Parteivertretungen in Michigan und Florida ihre Vorwahlen nicht erst nach dem ersten Februarwochenende ansetzten, sondern schon in den Januar verlegten. So durcheinander die Umstände damals auch gewesen seien mögen, die Regeln waren zu diesem Zeitpunkt unmissverständlich klar: Das kostet diesen beiden Staaten mindestens 50% der Deligierten auf der Democratic National Convention im August 2008.

Damals stimmten die beiden heute noch verbliebenen Demokratischen Präsidentschaftskandidaten Barack Obama und Hillary Clinton darin überein, das in diesen beiden Staaten die Vorwahlen ignoriert werden, denn auch wenn es dort viele Delegiertenstimmen zu hohlen gab, erwartete niemand, das diese wirklich Entscheidend seien würden, wo die meisten Vorwahlen schon nach dem Super-Tuesday quasi entschieden sind. Aber diesesmal ist alles anders. Es kommt auf jede Stimme an, und so ging es in den Entscheidungsgremien der Partei dieser Nächte um alles oder nix für Clinton (siehe dazu auch PatJe), und sie verlor.

Der Regelausschuss der Partei entschied, dass die Delegierten der beiden Staaten zwar teilnehmen dürften, jeder aber nur halbes Stimmrecht erhielte. Damit ist der Sieg Obamas um die Nominierung nun endgültig geklärt, denn auch wenn das Lager um Clinton nun versuchen sollte diese Entscheidung noch anzufechten, so sollte sie nun endgültig Verstanden haben, das sie zumindest dafür keine Unterstützung mehr in der Führungsriege der Demokraten hat. Diese wollen das Drama nun schnell beenden, und spätestens kurz nach Ende der Primaries Mitte der Woche die letzten Superdeligierten stimmen verteilt sehen. Denn wie Daniel Schurter ganz richtig bemerkt, bringt das ganze hin und her nur Vorteile für die Republikaner unter John McCain, und ein nahezu leichtgeglaubter Sieg der Demokraten gerät sonst weiter in Gefahr. Es ist nun Zeit für einen Frieden innerhalb der Partei, um diese fit zu machen für die Wahlen im November.

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Das Fallbeil hängt am seidenen Faden

May 7th, 2008 von maphry

Nun war es endlich soweit. Nachdem Pennsylvania keine entshceidung herbeigeführt hat, könnten es nun North Carolina und Indiana geschafft haben. Nicht das es dieses mal nicht auf dem Papier das erwartete Ergebnis gab, denn Obama gewann in NC und Clinton in Indiana. Aber das Ergebnis war halt klarer bzw. knapper als erwartet zugunsten Obamas ausgefallen. Nur die kühnsten Voraussagen erwarteten das gestrige Resultat und somit sollte Clinton, der sowieso schon das Geld ausging, kaum noch ernsthafte Chancen haben die Nominierung der Demokraten zu erhalten.

Die Frage ist nun nur noch, ob es der Demokratischen Parteiführung um Howard Dean gelingt sie zum frühzeitigen einlenken zu bewegen oder ob es bis zur Convention Ende August weitergeht mit der Selbstzerfleischung. Die Republikaner werden das Zweite hoffen, was sich wohl auch in dem Indiana-Ergebnis niedergeschlagen haben wird, wo viele Republikaner in den Demokratischen Nominierungsstreit mit ihrer Stimme werden eingegriffen haben. Das Vorwahlsystem in den USA, so vorbildlich es auch sei, hat halt seine Tücken.

Ergänzung: Es betrifft den Aussenseiter der Wahlvorhersagen (die Analyse von Pollster.com) Zogby, der in der letzten Nacht zum klaren Sieger wurde. Und wenn man einmal auf der Rechthabenden Seite ist, möchte man das auch gebührend feiern (bzw. Kapital daraus schlagen). Und man siehe da, schon gibt es am nächsten Tag eine vollständige Vorhersage für die nächsten Stunden und Tage bei namhaften Medien (hier BBC). Ehre wem Ehre gebührt, aber das Glück kann einem auch schnell wieder abhanden kommen.

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Wieder hat es nicht gereicht

April 23rd, 2008 von maphry

Heute gab es ein weiteres Ergebnis bei den Vorwahlen in den USA zum Amerikanischen Präsidenten. Wo bei den Republikanern alles gelaufen ist, kämpfen bei den Demokraten auch weiterhin Hillary Clinton und Barack Obama um den Sieg. Heute war Pennsylvania an der Reihe, und alle Vorhersagen (Zusammenschau von pollster) sahen einen klaren Sieg von Hillary Clinton voraus.

Das Ergebnis erfüllte diese Erwartung nun auch einigermassen ideal. Die von vielen erhoffte Überraschung in die ein oder andere Richtung blieb aus, denn Barack Obama gelang es nicht, trotz langwieriger Aufholjagd das Rennen dort noch zu drehen, und somit der Kampagne der ehem. First Lady den Todesstoss zu versetzen. Somit geht es weiter und die Zeichen verdichten sich, das die Wahl des demokratischen Präsidentschaftsbewerbers doch erst auf der Democratic National Convention Ende August in Denver entschieden wird.

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Barack Obama, wer ist das eigentlich?

March 9th, 2008 von maphry

 Seit über 2 Monaten laufen nun in den USA die Vorwahlen, die sogenannten Primaries und Caucuses, zu den Präsidentschaftswahlen am Election Day, dem 4. November, diesen Jahres. Wo bei den Republikanern alles festzustehen scheint, kämpfen bei den Demokraten noch zwei Bewerber um den Status des Präsidentschaftskandidaten. Hillary Rodham Clinton zum einen, welche vielen schon als First Lady des letzten Amerikanischen Präsidenten, Bill Clinton bekannt ist. Zum anderen einen für viele bis vor ein paar Monaten vollkommen unbekannter: Barack Obama. Viel mehr als das dieser derzeit Senator von Illinois ist und vor Jahren einmal gegen den Irakkrieg war erfährt man hierzulande über seine Vergangenheit kaum.

In den USA hingegen ist er vielen vor vier Jahren ein Begriff geworden, ebenso wie mir. Grund dafür war die Keynote, die Obama zur Democratic National Convention gehalten hat. Diese Veranstaltung diente eigentlich nur dazu, John Kerry einen möglichst guten Start zur Präsidentschaftskandidatur zu verschaffen, aber diese Rede dieses nahezu unbekannten jungen Senators stahl ihm die Show. Warum? Nun, wens genauer interessiert, dem hab ich hier mal die Youtube-Versionen der Rede eingebunden (Originalversion), denn es ist zumindest eine wohl eine der besten politischen Reden der letzten Jahre:

Die Frage die sich danach viele stellten war, ob er es schaffen könnte Präsident der Vereinigten Staaten zu werden, obwohl er nicht weisser Hautfarbe ist, was in den USA immer noch eine große Rolle spielt. Mein Tipp vor vier Jahren lautete ganz klar ja, allerdings hatte ich nicht damit gerechnet, das er es schon jetzt mit Hillary Clinton aufnimmt. Denn er ist jung und hätte ohne Probleme noch 8 Jahre warten können. Ob er sich mit diesem übereilten Griff nach der Macht verkalkuliert hat werden wir wohl erst im Spätsommer oder gar Herbst erfahren, aber er ist so oder so eine positive Erfrischung der politischen Landschaft, auch wenn er wenn er selbst an die Macht kommen sollte wohl nicht wirklich viel verändern wird.

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