Das Comeback der Pendelerpauschale
December 14th, 2008 von
maphry
Vor zwei Jahren kam man auf die glorreiche Idee den Bundeshaushalt dadurch zu sanieren, indem man die Subventionen reduziert. DIeser lobenswerte Schritt führte allerdigns zu einigen auswüchsen, die man nur schwerlich verstehen konnte. Das beste Beispiel dadurch ist die Pendelerpauschale. Man konnte sich nicht dzau durchringen sie ganz abzuschaffen, aber dafür, das sie erst ab dem 21. Kilometer, für den Weg zur Arbeit, von der Steuer absetzbar ist. Das hat schon damals für Unverständnis gesorgt, denn was möchte man bitte damit erreichen? Das Ziel sollte seien Menschen zu ermutigen näher an ihren Arbeitsplatz zu ziehen, um damit Verkehr und Infrastruktur zu sparen. Stattdessen wollte man nun diejenigen auch noch Belohnen, die diesem Ziel fundamental zu wieder liefen und die bestrafen, welche die Höheren Mieten und Preise in den Innenstädten aufbringen müssen. Die Zersiedlung der Grünen Wiese, die Bildung von Speckgürteln um die Grossstädte und eine Verwahrlosung der Innenstädte wurde auf einmal zum Staatsziel erklärt, was kein vernünftig denkender Mensch heutzutage nachvollziehen kann.
Aber da gibt es ja noch das Bundesverfassungsgericht, was dieses Gesetz nun wegen mangelnder Begründung kassierte. Das dieses nun als Konjunkturprogramm verkauft wird, grenzt schon arg an Peinlichkeiten, aber es zeigt wieder einmal, das mit dem Steuersystem nicht herumexperimentiert werden sollte, nur um seine Ziele zu verwirklichen. Denn dann kommt es zu solchen auswüchsen, die das Vertrauen in den Staat schwer erschüttern. Ähnliches ist nun zu erwarten, wenn sich nun doch die CSU durchsetzen sollte und eine Steuerreduktion, ohne eine wirkliche Reform, schafft durchzudrücken. Dabei muss die Devise seien, jede Art von Steuersubvention abzuschaffen, und das System radikal zu vereinfachen. Alles andere als die Absetzbarkeit von Spenden kann nicht vernünftig untermauert werden, und gehört somit schnellstens abgeschafft, denn die wenigsten sind heute überhaupt noch in der Lage zu verstehen, was sie wie und warum bezahlen müssen. Damit wird der eindruck erweckt, das die die sich Steuerberater leisten können stark bevorzugt werden, was vom Staat her nicht akzeptiert werden kann, denn wie schon oben gesagt wird dadurch die Autorität des selbigen in Frage gestellt. Allerdings ist es heute wohl realistisch betrachtet nicht möglich von Flattax und ähnlichem zu träumen, dafür hat vor 3 Jahren ein schlecht durchdachtes System der CDU/CSU gesorgt, welches im Wahlkampf gescheitert ist. Der richtige Ansatz war damals vorhanden, die Inhaltliche Ausgestaltung der Pläne mangelhaft. Und so werden wir wohl weiter mit einem der kompliziertesten Steuersystemen der Welt leben müssen, an dem man solange herumschustert, bis es nett aussieht, aber keinem wirklich Vorteile bringt.
Geschrieben in Political Theories | Tags: BVerG, CSU, Flattax, Konjunktur, Pendelerpauschale, Steuersystem, Subventionen
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